Nachhaltiger Lebensstil mit Herz und Bestand

Nachhaltiger Lebensstil mit Herz und Bestand

Bernd Bötel 2015


Gemeinsam zu einem nachhaltigeren Lebensstil:
Eine Gruppe erarbeitet auf Augenhöhe Lösungsmöglichkeiten, die individuell oder zusammen umgesetzt werden können, von jeder/jedem so, wie er/sie kann und will.


Motivation

Ein nicht-nachhaltiger Lebensstil und nicht-nachhaltiges Wirtschaften, also sich einfach zu nehmen, was man gerade möchte, ist leider menschlich. Es liegt irgendwie in unserer Kultur, sich jetzt zu nehmen was einem gefällt und die Konsequenzen zu ignorieren.

Ein nicht-nachhaltiger Lebensstil ist wie Übergewicht, Neigung zu Diabetes, Genuss von zu viel Alkohol oder Tabak: Wir wissen, dass dieser Lebensstil langfristig nicht gut für uns ist, und doch ist es so schwer, bewusste Veränderungen - von kurzen Diäten und Jojo-Effekten abgesehen - durchzuhalten und das Verhalten langfristig zu ändern.

Viele möchten allerdings nicht mehr so leben und etwas gegen die Probleme unserer Zeit tun. Diese Herausforderungen haben viel mit damit zu tun, wie wir mit unserem Planeten umgehen und genauso viel damit, wie wir mit uns selbst und anderen Mitmenschen umgehen.



Bernd Bötel 2015

Warum in einer Gruppe?

Ich habe 2015 eine Diabetes-Schulung mitgemacht, bei der die Leiterin ebenfalls zuckerkrank war, und damit Betroffene statt Moralapostel war. In der Gruppe kann man sich Vorschläge anhören, muss sein Verhalten nicht erklären, kann etwas jammern und findet Gleichgesinnte, die einen ähnlichen Weg haben. Und wenn der/die eine das macht, dann kann ich das ja auch probieren oder auch mal sagen, wie es mir dabei geht.


Wir bieten genau diesen Weg einer Gruppe von Betroffenen für nachhaltiges Leben an, bei dem nicht von oben herab verurteilt und angewiesen wird, sondern Vorschläge für ein nachhaltigeres Leben auf Augenhöhe diskutiert werden.



Bernd Bötel 2015

Denn jeder Einzelne kann für sich alleine nachhaltiger leben. 
Und gemeinsam können wir viel mehr erreichen.

Wie wollen wir in der Gruppe miteinander umgehen?


Zwanglos: Wenn es darum geht, einen nachhaltige(re)n Lebensstil frei von Schuld, Zwang und Doktrin als etwas darzustellen, das machbar ist, muss dabei jeder Teilnehmer so viel für sich ändern dürfen, wie er gerade mag und kann. Wir akzeptieren, dass jeder unterschiedliche Bedürfnisse hat und diese unterschiedlich gewichtet.

Offen: Wir wollen nicht, dass vorgegeben wird, wie der Weg sein soll, sondern in der Gruppe positiv und lösungsorientiert diskutieren und dabei die Kreativität der Gruppe für neue gemeinsame Wege freisetzen.

Gemeinschaftlich: Wir wollen in der Gruppe gemeinschaftliche Entscheidungen treffen können und dabei Konsens so nah wie möglich kommen.

Fair: Wie in Selbsthilfegruppen gelten die Regeln der Vertraulichkeit, der Selbstverantwortung und dass wir uns nicht gegenseitig missionieren wollen.


Historie

Mir kam die Idee zu der Gruppe im U.Lab. Das war zum einen ein MIT Online Kurs von Otto Scharmer und Kollegen, “changing business, society and self”. Und zum anderen war das U.Lab in München eine Gruppe von Menschen, die den Kurs gemeinsam erlebt hat, die Methoden geübt hat und seinen speziellen Prototyp entwickelt hat. Der Prototyp hat viel mit mir zu tun - was sehe ich als mein höchstes Ziel, als meine Aufgabe im Leben an. Dazu gehört bei mir seit einigen Jahren Nachhaltigkeit - als Lebensstil und als Kultur des Wirtschaftens.

Im U.Lab in München und bei den TechGenossen fand ich Mitstreiter, die ähnlich denken wie ich, und ebenfalls nachhaltiger leben wollen. Und eine kleine Gruppe engagierter Menschen kann die Welt verändern (Margeret Mead, siehe auch http://peterlevine.ws/?p=7219) .


Bernd Bötel 2015


Wir kürzen diese Gruppe mit HuB ab. Für “Herz und Bestand”.
Hub auf Deutsch hat etwas mit Bewegung zu tun, und auf Englisch ist es die Nabe, die Schnittstelle. Wir wollen zusammen einen Hub (deutsch) entwickeln, der für uns eine Veränderung bewirken kann. Und damit auch für andere (Hub englisch).


Was wollen wir erarbeiten?

1. Kriterien für ein nachhaltig(er)es Leben - besser leben

Beim ersten Treffen fanden die meisten die Idee des Manifests für Nachhaltigkeit nach der Vorlage des agilen Manifests ganz gut. Im agilen Manifest steht ja drin, was agile Entwickler bevorzugen:
Individuen und Interaktionen mehr als Prozesse und Werkzeuge
Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation
Zusammenarbeit mit dem Kunden mehr als Vertragsverhandlung
Reagieren auf Veränderung mehr als das Befolgen eines Plans

Was rechts steht, ist nicht unwichtig. Die Aussage des Manifests ist allerdings, dass das was links steht, wichtiger ist.
 Bei der Nachhaltigkeit ist es ja auch so, dass “günstig” nicht wirklich schlecht ist, uns aber “regional” und “bio” (oder besser) wichtiger ist.

Unser Manifest werden wir veröffentlichen, wenn es etwas Form angenommen hat.

2. Geschichten

Was haben wir auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit erlebt? Wir wollen andere daran Teil haben lassen. Dazu haben wir Oskar's Idee eines Handbuchs für Nachhaltigkeit aufgegriffen. 

Da Nachhaltigkeit für uns auch eine Herzensangelegenheit ist, heißt es konsequent:
Herz-in-der-Handbuch.



Wie diese Plattform aufgebaut ist, und die Historie zu dem Projekt, finden Sie demnächst auf dem Blog der TechGenossen.

3. Challenge

Was nehmen wir uns bis zum nächsten Treffen vor? Was erproben wir?

Bis zum zweiten Treffen wollten wir plastik- und verpackungsfrei einkaufen.

Das Ergebnis unserer Challenges finden Sie entweder im Herz-in-der-Handbuch oder in einem Blog-Beitrag hier bei pragmana unter dem Stichwort Lebensstil, oder auf dem TechGenossen-Blog.

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